Wie funktioniert Pinterest? – eine einfache Anleitung für Anfänger

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Du willst Pinterest für dein Unternehmen oder deinen Blog nutzen? Hier ist deine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung für Anfänger.

Wie funktioniert Pinterest? – eine einfache Anleitung für Anfänger

Pinterest ist das (neue) Buzzword in der Social Media Szene und mausert sich immer mehr zu dem Must-Have für Selbstständige. Ob als Traffic- oder Umsatz-Booster oder als Inspirationsquelle – am Pinterest geht kaum noch ein Weg vorbei.

Schauen wir uns den Spuk also heute mal an: Ist das alles nur Hokuspokus oder solltest auch du jetzt auf Pinterest setzen?

Kleiner Spoiler: Ich habe hier ein kleines Tipp-Feuerwerk gezündet und der Blogartikel ist in fast 5.000 Wörter explodiert. Mach’s dir also am besten gemütlich und tauche voll ein.

Inhalt

Was ist Pinterest eigentlich?

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine. Es geht darum sich interessante Inhalte zu merken – wie der Begriff “Pinterest” schon verrät: “pin” (engl. Stecknadel) + “interest” (engl. Interesse) = Interessantes anheften.

Dachtest du bisher Pinterest wäre ein klassischer Social Media Kanal? Das ist leider nicht ganz richtig.

Streng genommen gehört Pinterest nämlich gar nicht zu den sozialen Medien – auch wenn es den ein oder anderen sozialen Aspekt hat. Wenn du also mit Expertenwissen glänzen willst, sagst du zu Pinterest ab heute lieber Bildersuchmaschine oder visuelle Suchmaschine.

Auf Pinterest geht es um Inspiration und Ideenfindung – besonders, wenn es um Lifestyle-Themen und DIY geht. Kein Wunder also, dass Bereiche wie Nähen, Basteln, Fashion, aber auch Hochzeit oder Reisen auf diese Plattform setzen.

Mittlerweile ist Pinterest aber mehr als nur Lifestyle und du kannst mit fast jedem Thema Erfolg haben.

Hier sind zum Beispiel drei Accounts von Beraterinnen bzw. Dienstleisterinnen, die auch bombastisch auf Pinterest performen:

Pinterest Account Beispiel - Laura Malina Seiler

Laura Malina Seiler gibt Tipps zum Thema Achtsamkeit

Pinterest Accout Beispiel - Still u. Stark

Bei Melina und Timon gibt es viel Input für introvertierte Menschen.

Pinterest Account Beispiel - Diller Yourself

Stefanie Diller nimmt ihre NutzerInnen mit in die Welt der Stilberatung.

Du bist immer noch nicht von Pinterest überzeugt? Dann habe ich 10 unschlagbare Gründe dafür jetzt sofort mit Pinterest zu starten.

Was ist der Unterschied zwischen Pinterest und Instagram?

“Wenn Google und Instagram ein Baby hätten, wäre es Pinterest” – der Spruch bringt es perfekt auf den Punkt. Pinterest funktioniert als Suchmaschine eben ganz anders als Instagram. Schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede einmal an:

Pinterest Instagram
Suchmaschine:
Pinterest folgt einem ähnlichen Prinzip wie Google oder YouTube. Um die Inhalte gut zu platzieren sind vor allem Keywords bzw. SEO wichtig.
Social Media Kanal:
Wie der Name schon sagt geht es auf Social Media um’s Soziale, also die Beziehung zwischen Menschen. Inhalte werden deshalb vom Algorithmus auf Basis von Interaktionen ausgespielt.
Traffic:
Pinterest ist ein echter Trafficbooster. Dadurch, dass alle Pins auf Websites verlinken, landen die Nutzer mit einem Klick auf z.B. deinem Blog, Podcast oder Onlineshop.
Branding / Community Aufbau:
Auf Instagram kannst du in deiner Bio genau einen Link hinterlegen. Die einzelnen Posts sind nicht klickbar, sodass du mit Instagram kaum Traffic auf deine Website lenkst. Hier stehst du mit deinem Content im Vordergrund. Du kannst dich mit den verschiedenen Formaten zeigen und eine persönliche Bindung zu deinen Followern auf. Du kannst dir hier deine Community aufbauen, mit der du dich regelmäßig austauschst.
Evergreen Content (langfristig):
Die Lebenszeit eines Pins kann locker mehrere Monate bis Jahre sein. Es geht darum Content zu kreieren, der den Nutzern immer wieder (und damit langfristig) hilft.
Kurzlebiger Content:
Auf Instagram passiert alles in Echtzeit: Likes, Kommentare & Co. passieren meist in den ersten Minuten nach dem Posten. Die Lebenszeit beschränkt sich oft auf wenige Stunden.
Inspiration:
Pinterest-Nutzer sind auf der Suche nach Ideen, die ihr aktuelles Problem lösen. Wer genau diese Lösung bietet, ist zweitrangig. Das sieht man auch daran, dass fast alle Suchen ohne Markenbezug sind.
Persönliche Beziehungen:
Auf Pinterest folgen deine Follower dir, weil sie dich als Person gut finden. Durch persönliche Einblicke machst du dich nahbar und gibst deinem Unternehmen oder Blog ein Gesicht. Das ist super, um Vertrauen aufzubauen (eine super Voraussetzung, um dann auch zu verkaufen).

Ist eine der Plattformen jetzt besser oder schlechter? Nein. Welche für dich die richtige ist, hängt von deinen Zielen, deiner Brache, etc. ab.

Pinterest und Instagram sind keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern die perfekte Kombi, um dein Business so richtig erfolgreich zu machen.

Kostenloses Pinterest SEO Workbook

Die wichtigsten Pinterest Fachbegriffe

Wie jede Plattform hat auch Pinterest eine ganz eigene Sprache. Damit du richtig verstehst, was du wie zu tun hast, musst du also erst einmal wissen, wovon ich spreche.

Pin

Pins sind die Posts von Pinterest. Es sind Bilder oder Grafiken, die von anderen Nutzern (oder dir) geteilt werden. Meistens sind es Inspirationen, Anleitungen oder Produkte aus Onlineshops, die dann auf Websites verlinken.

Wenn dir ein Pin gefällt und du denkst, dass der auch für deine Zielgruppe hilfreich ist, kannst du ihn „Merken“. Damit landet er auf der von dir ausgewählten Pinnwand.

Repin

Als Repin bezeichnet man die Pins, die von anderen gemerkt wurden. Wenn du also einen Pin veröffentlichst und ich den so toll finde, dass ich ihn auf einer meiner Pinnwände merke, ist das auf meinen Pinnwänden ein Repin.

Rich Pin

Rich Pins sind Pins, die mit zusätzlichen Informationen direkt von deiner Website ergänzt werden. Damit das funktioniert, musst du Rich Pins aktivieren (mehr dazu später). Es gibt drei verschiedene Arten: Artikel Rich Pin, Rezepte Rich Pin und Produkt Rich Pin.

Promoted Pin

Promoted Pins sind die Pins, die du zu bezahlten Anzeigen machst und sie so noch extra pusht.

Keyword

Keywords sind Suchbegriffe, die Pinterest-User nutzen. Da Pinterest kein klassisches soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine ist, sind Keywords sehr wichtig.

Pinnwand / Board

Pinnwände sind die „Sammelstellen“ für deine Pins. Du findest hier alle Pins, die du dir gemerkt hast. Damit du alles schnell wiederfindest, legst du dir mehrere Pinnwände zu verschiedenen Themen an. Es gibt dabei keine Regeln: Du kannst deine Pins so ordnen wie du magst.

Geheime Pinnwand

Eine geheime Pinnwand kannst nur du sehen. Deshalb kannst du auf diesen Pinnwänden alles sammeln, was andere (noch) nicht sehen sollen.

Gruppenpinnwand

Bei Gruppenboards kommt der soziale Charakter von Pinterest durch: Hier pinnen mehrere Nutzer auf eine gemeinsame Pinnwand. Gruppenboards waren lange DER Tipp für mehr Reichweite. Nach vielen Pinterest-Updates haben sie aber ein wenig an Bedeutung verloren.

Profil

Das Profil ist das Herzstück deines Pinterest Accounts. Hier findest du alle Pinnwände und Pins und siehst wer dir folgt und wem du folgst. Nutzer, die auf dein Profil kommen, bekommen damit schnell einen Überblick, wer du bist und was du machst. Mit einer sympathischen Profilbeschreibung überzeugst du sie ruckzuck dir zu folgen.

Homefeed / Startseite

This is where the magic happens. In deinem Home Feed zeigt Pinterest dir alle Pins an, die dir gefallen können – und Pinterest kennt dich ziemlich schnell ziemlich gut. Du kannst hier neue Inspiration sammeln und viele Ideen finden, die du weiter teilen möchtest.

Tailwind

Wenn du anfängst dich mit Pinterest zu beschäftigen, wird der Begriff Tailwind immer wieder deine Bekanntschaft machen wollen. Tailwind ist eines der Must-Have Tools für dein Pinterest Marketing. Du kannst damit deine Pins vorplanen und so dein Account Management zum Teil automatisieren.

Das war es auch schon. War doch gar nicht schlimm, oder? Aber jetzt Hefte raus: Vokabeltest.

Deine ersten Schritte auf Pinterest

Nachdem du die Pinterest-Sprache jetzt verstehst, schauen wir uns an, wie du einen erfolgreichen Account anlegst. Wir gehen alles Schritt für Schritt durch.

1 | Stell dir die Frage: Kann ich auf etwas verlinken?

Eins direkt mal vorweg: Du kannst Pinterest ohne eigene Pins und auch ohne eigene Website nutzen. So kannst du beispielsweise sichtbarer werden.

Ich vermute aber, du willst mit Pinterest eher deinen Traffic steigern. Dann brauchst du Seiten, auf die du verlinken kannst. Das bedeutet konkret: Du brauchst Content. Das kann ein Blog, ein Vlog, ein Podcast oder jedes andere Content-Format sein.

2 | Erstelle ein Unternehmensprofil und fülle es komplett aus

Wenn du Pinterest wirklich für dein Business und nicht nur für private Inspiration nutzen willst, führt kein Weg an einem Unternehmensprofil vorbei.

Wenn du schon ein privates Profil hast, lässt du es am besten auch privat und legst dir ein neues Business Profil ist – komplett kostenlos natürlich.

Bevor du damit richtig durchstarten kannst, füllst du alle Felder aus – die Nutzer sollen schließlich sofort wissen, wer du bist und was du machst.

Pinterest Account - Übersicht
  • Name: Dein Name sollte deinen Unternehmensnamen widerspiegeln, damit man dich sofort erkennt. Wenn es möglich ist, bringe hier auch dein Haupt-Keyword (dazu später mehr) unter.
  • Kurzinfo: Erzähle kurz, wer du bist und worum es in deinem Business geht (Mit welchen Themen beschäftigst du dich?). Versuche deine Nutzer direkt an die Hand zu nehmen und ihnen Lust auf mehr zu machen. Auch hier kann das ein oder andere Keyword Wunder wirken, um deine Reichweite zu steigern.
  • Impressum: Ein bisschen was Rechtliches darf auch auf Pinterest nicht fehlen. Pinterest bietet dir ein extra Feld für dein Impressum. Vergiss nicht, Pinterest darin auch zu erwähnen.
  • E-Mail Adresse & Telefonnummer: Du kannst bei Pinterest direkt im Profil eine E-Mail Adresse und deine (geschäftliche) Telefonnummer angeben. Das macht es deinen Nutzern noch einfacher dich zu kontaktieren. Diese Infos sind vor allem für Coaches, Berater und Dienstleister hilfreich.

3 | Verifiziere deine Website

Pinterest möchte dir helfen zu erkennen, welche Pins wie viele Klicks auf deine Website gebracht haben. Damit es das aber kann, musst du deine Website verifizieren.

Dafür fügst du einen Meta-Tag auf deiner Website oder lädst ein HTML-Dokument hoch. Am einfachsten geht die Verifizierung, wenn du das Yoast SEO Plugin installiert hast.

Du kannst das aber natürlich auch ohne Yoast machen. Pinterest erklärt dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

4 | Richte Rich Pins ein

„Reiche Pins“ – was soll das denn jetzt schon wieder sein? Rich Pins sind Pins, die noch ein paar mehr Informationen enthalten als ein normaler Pin. Pinterest zieht diese Informationen direkt von deiner Website und aktualisiert sie sogar, wenn du etwas daran änderst.

Es gibt drei verschiedene Arten von Rich Pins: Artikel Rich Pins, Rezept Rich Pins und Produkt Rich Pins.

Um diese Funktion zu aktivieren (was ganz nebenbei auch mehr Sichtbarkeit bringt), brauchst du strukturierte Daten auf deiner Website.

Keine Sorge, das klingt relativ technisch, ist aber halb so wild. Das bekommst du mit nur wenigen Klicks hin. Eine genaue Anleitung für die verschiedensten Content-Management-Systeme findest du in meinem Blogartikel zu Rich Pins.

5 | Erstelle deine ersten Pinnwände

Jetzt geht es richtig los. Du erstellst deine ersten Pinnwände. Für den Start solltest du 10-15 Pinnwände erstellen, damit du anschließend auch genug Pinnwände hast, um regelmäßig zu pinnen. Dabei ist besonders wichtig, dass die Pinnwände für deine Zielgruppe relevant sind und zu deinem Business passen.

Du kannst deine Pinnwände ruhig relativ nischig machen (Bsp. Routinen für Selbstständige) und ein wenig über den Tellerrand hinausgucken (Bsp. Gesunde Snacks). Überlege einfach, welche Themen deine Follower interessieren – natürlich immer mit Bezug zu deinem Business.

Dabei gibt es drei Pinnwände, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Welche das sind und wie viele Pinnwände du überhaupt brauchst, erfährst du im Blogartikel zur Pinnwand-Strategie.

6 | Eigene (& fremde) Pins merken

Die noch leeren Pinnwände wollen nun natürlich auch gefüllt werden. Grundsätzlich kannst du fremde und eigene Pins merken. Je nach Strategie macht es mehr oder weniger Sinn auch fremde Pins mit einzubinden.

Wenn du fremden Content teilen möchtest, kannst du danach ganz gezielt über die Pinterest Suche suchen oder dir relevante Pins von deiner Startseite (dem Home Feed) merken. Falls du die Pins nicht sofort teilen möchtest, kannst du sie auch mit Tailwind (dazu gleich noch mehr) vorplanen.

Fremde Pins können am Anfang sehr praktisch sein, um deinen Pinnwänden ein wenig Leben einzuhauchen. Wenn du Pinterest aber richtig (und damit meine ich professionell und erfolgreich) nutzen möchtest, führt kein Weg an eigenen Pins vorbei.

Du solltest also jetzt gleich anfangen Pins zu deinen Blogartikeln, Podcast-Episoden, YouTube-Videos oder Produkten im Onlineshop zu erstellen.

Du brauchst hier mehr Details? In meinem Blogartikel erfährst du, was einen richtig guten Pin ausmacht.

Meine top Tool-Empfehlung zur Pin-Erstellung – vor allem für Nicht-Designer (und alle, die ihre Pins schnell & einfach erstellen wollen) – ist Canva. Damit kannst du deine eigenen Pin-Vorlagen erstellen und so in deiner Account Betreuung im Handumdrehen viele, viele qualitativ hochwertige Pins erstellen.

6.1. Welche Pin-Formate gibt es?

Auf Pinterest gibt es vier verschiedene Pin-Formate: Standard Pin, Karussell Pin, VIdeo Pin und Story Pin. Jede hat seine ganz eigenen Charakteristika und verfolgt unterschiedliche Ziele.

Gucken wir uns das mal genauer an:

Standard Pin: Der Standard Pin ist die klassischste Form des Pins. Hier hast du eine statische Grafik bzw. ein Foto. Das Ziel ist hier vor allem Traffic auf deine Website.

Karussell Pin: Beim Karussell Pin kannst du bis zu 5 Bilder in einem Pin nutzen und das Bild, der Titel, die Beschreibung und der Link für jeden individuell festlegen. So hast du die Chance deinen Nutzer direkt mit vielen hilfreichen Infos zu versorgen. Auch dieses Format zielt auf Website-Klicks ab.

Video Pin: Video Pins sind dynamische Pins. Mit Videos oder Animationen bringst du deine Pins in Bewegung. Diese fallen im Feed besonders auf, da die Videos per Autoplay direkt abspielen und so ganz automatisch die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen.

Video Pins eignen sich vor allem, um Reichweite zu generieren. Am Handy sind sie nicht so leicht klickbar wie Standard Pins und sorgen so für weniger Traffic.

Story Pin: Story Pins bestehen aus mehreren Seiten und erinnern ein bisschen an Instagram Stories. Auf bis zu 20 Seiten kannst du z.B. Anleitungen zeigen – und mit zeigen meint Pinterest: dich als Person bzw. zumindest deine Stimme.

Mit diesem Format kommt mehr Persönlichkeit in die Plattform. Und was ganz neu ist: Story Pins verlinken nicht auf deine Website. Sie sind aber eine super Möglichkeit deine Reichweite zu pushen.

Wie steigere ich meine Reichweite auf Pinterest?

#1 Setze dich mit Pinterest SEO auseinander

Ich habe ja am Anfang schon erwähnt:

“Pinterest ist eine Suchmaschine”

Wenn du also im Suchfeld nach „Zitate Achtsamkeit“ suchst, werden dir nur Pins (Boards & Nutzer) angezeigt, bei denen die Suchwörter vorkommen.

Daraus ergibt sich auch deine nächste Aufgabe: Finde heraus, wonach deine Zielgruppe sucht und füge diese Keywords in die Beschreibungen deiner Pins, Pinnwände und in deine Kurzbeschreibung ein.

Am einfachsten findest du Keywords, wenn du dein Thema oben in die Suchleiste bei Pinterest eingibst. Über Auto-Vervollständigung bekommst du direkt Vorschläge. Aber auch auf der Ergebnisseite deiner Suche findest du einige Ideen.

Keywords finden Pinterest

Was genau erfährst du in meinem Artikel zu Pinterest SEO.

#2 Automatisiere deine Pins, um täglich zu pinnen

Pinterest liebt Regelmäßigkeit. Deshalb solltest du mehrmals täglich zu verschiedenen Tageszeiten pinnen.

Ich tippe jetzt aber mal, dass du noch besseres zu tun hast als dich den ganzen Tag mit Pinterest zu beschäftigen (auch, wenn es megaviel Spaß macht). Deshalb solltest du relativ schnell beginnen deine Pins zu automatisieren.

In der Pinterest-Welt hat sich dafür ein Tool etabliert: Tailwind.

Darin kannst du alle eigene und fremde Pins auf alle relevanten Pinnwände vorplanen und Tailwind schlägt dir dank Smart Schedule vor, wann die Pins am besten online gehen sollten. Wenn du einmal alles drin hast, kannst du dich entspannt zurücklehnen.

Kostenloses Pinterest SEO Workbook

#3 Nutze Gruppenboards & Tailwind Communities

Wenn du gerade mit Pinterest startest, haben deine Pins meist noch keine große Reichweite (was natürlich ganz normal ist). Damit sie schneller von anderen Pinnern gefunden werden, kannst du sie auf Gruppenboards pinnen.

Gruppenboards sind Pinnwände, an denen mehrere Nutzer zusammen pinnen. Was ursprünglich mal zum leichteren Planung von privaten Feiern & Co. gedacht war, entwickelte sich schnell zum echten Reichweiten-Booster. Warum? Weil du mit Pins auf diesen Boards die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass deine Pins gesehen, geklickt und gemerkt werden.

Neben zusätzlicher Reichweite sind Gruppen-Pinnwände auch super, um fremde Pins zu sammeln oder um dir Inspiration für neue Content-Themen zu holen.

Mittlerweile ist der Effekt bei Weitem nicht mehr so groß, weswegen Gruppenpinnwände nicht mehr das Nonplusultra sind (aber trotzdem in einigen Branchen noch sinnvoll sind).

Tailwind hat mit seinen Communities (ehemals Tribes) dieses Prinzip aufgegriffen. Auch hier ist der Grundgedanke “Zusammen sind wir stärker”: Mehrere Nutzer teilen gegenseitig ihre Pins zu ähnlichen Themen und steigern so gegenseitig ihre Reichweiten.

Der große Vorteil der Communities gegenüber Gruppenboards: Du kannst eigene und fremde Pins direkt in Tailwind (wo du ja eh deine Pins planst) in und aus den Communities teilen.

Tailwind Communities

#4 Teste verschiedene (und vor allem neue) Pin-Formate

“Wer rastet, der rostet” – oder wächst einfach nicht weiter. Auf Pinterest ist eine der wichtigste Zutat für das Erfolgsrezept immer up-to-date zu bleiben (zum Beispiel über meinen Newsletter) und sich mit der Plattform mitzuentwickeln.

Dazu gehören vor allem (aber nicht nur) neue Pin-Formate. Die Zeiten, in denen du als Creator oder Market einen Standard-Pin nach dem anderen erstellst hast, sind lange vorbei. Heute lebt Pinterest von Abwechslung – und davon die Nutzer auch auf der eigenen Plattform zu halten.

Neben dem klassischen Standard-Pin als Traffic-Format hat Pinterest zwei (nicht mehr ganze so neue) Reichweitenformate entwickelt: Video Pins und Story Pins.

Diese Pin-Arten werden gerade stärker in den Feeds der Pinterest-Nutzer und in den Suchen ausgespielt und bringen dir so ein ganz neues Level an Sichtbarkeit.

Du willst gleich loslegen? Dann lies das meine Blogartikel “Story Pins” und “Video Pins”.

#5 Verlinke deinen Pinterest Account

Bis jetzt existiert dein Account nur im Pinterest-Minikosmos. Er verdient aber noch so viel mehr Aufmerksamkeit. Nutze deshalb deine weiteren (Online)-Marketing Kanäle, um ihn

  • Social Media (z.B. Instagram): Erzähle in deiner Story oder einem Post von deinem Pinterest Start und verlinke deinen Link unbedingt in deiner Bio.
  • Website: Deine Website ist ein super-wichtiger Teil deines Pinterest Marketings. Passe deine Website deshalb optimal an und mache deinen Account mit “Merken”-Button, Pop-Up & Co. noch bekannter. Wie genau das funktioniert, erfährst du in meinem Blogartikel zur Website-Optimierung.
  • Newsletter / E-Mail Signatur: Füge in jede deiner Mails eine Art Footer oder Signatur ein, in dem du deine wichtigsten Kanäle (also auch Pinterest) verlinkst.

Erinnere deine Community so immer wieder daran, was sie auf Pinterest für toller Content erwartet. Wenn sie den erst einmal sehen, folgen sie dir auch da ganz von alleine.

#6 Nutze deine Analytics

Du kannst jetzt immer weiter pinnen und pinnen und pinnen. Damit bekommst du vielleicht mehr Website-Klicks – vielleicht aber auch nicht.

Nicht alles, was du gut findest, findet auch deine Zielgruppe toll. Deswegen musst du dich aber nicht traurig in die Ecke verkriechen. Im Gegenteil: Du pinnst einfach nur noch das, was deine Zielgruppe mega findet (und damit mehr merkt & klickt). Damit du weißt, was das ist, solltest du regelmäßig in die Pinterest Analytics gucken.

Hier siehst du welche Pins besonders oft angesehen und gemerkt wurden und welche Pins dir die meisten Klicks auf die Website gebracht haben. Mit den Erkenntnissen kannst du deine Pins immer besser machen.

#7 Erstelle Pinterest Ads

Du möchtest nicht warten bis dein Pinterest Account organisch auf Rekordhochs kommt (was so ganz unter uns schon 6-9 Monate dauern kann) oder deiner Reichweite nach ein paar Jahren nochmal einen Kick verpassen? Dann kannst du mit einem kleinen Investment bezahlte Anzeigen schalten.

Wie du die erstellst, erfährst du im Blogartikel zu Promoted Pins.

Häufig gestellte Fragen zu Pinterest

Ein ganz klares JA! Egal, ob du einen privaten oder einen Business Account nutzt, Pinterest kostet nichts. Wenn du Pinterest jedoch als echten Marketing-Kanal nutzen möchtest, solltest du überlegen in Tools wie Tailwind oder Canva (für’s Pin Design) zu investieren.

Meine top Tool-Empfehlungen für Pinterest habe ich dir in einem Blogartikel schon verraten.

Die Zielgruppe von Pinterest wird immer bunter. Bei über 400 Millionen monatlichen Nutzern hat Pinterest sich in den letzten Jahren in viele Branchen entwickelt.

Grundsätzlich funktioniert auf Pinterest (fast) jedes Thema. Die typischsten Themen sind: Heimwerken & DIY, Einrichtung, Beauty, Reisen, Food, Mode, Hochzeit.

Tatsächlich sind 60% der weltweiten Nutzer weiblich, wobei allerdings besonders Männer und die Generation Z gerade sehr stark aufholen – und so auch immer neue Themen auf Pinterest bringen..

Aber wie ticken Pinterest-Nutzer? Hier dazu noch ein paar spannende Zahlen (Quelle – Pinterest):

  • 38 % der deutschen Millennials mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 100.000 Euro sind auf Pinterest
  • 97 % der Pinterest-Suchanfragen enthalten keinen Markennamen
  • 67 % der Nutzer in Deutschland geben an, dass sie Pinterest besuchen, wenn sie mit einem neuen Projekt loslegen wollen
  • 58 % der Nutzer in Deutschland haben neue Marken oder neue Produkte auf Pinterest entdeckt

Pinner sind Planer. Sie nutzen Pinterest, um den kleinen und großen Ereignissen in ihrem Leben das besondere Extra zu verleihen.

Die drei wichtigsten Gründe für Pinterest sind:

  • Du kannst den Traffic auf deine Website explodieren lassen & so immer neue Kunden und Leser auf deinen Blog, Podcast oder Onlineshop bringen
  • Du steigerst deine Sichtbarkeit und erreichst du ganz neue Nutzer. Auf Pinterest sind fast alle Suchanfragen (genau genommen 97%) ohne Markenbezug. Perfekt also, wenn du noch keine große Marke aufgebaut hast.
  • Du positionierst dich als Expertin und inspirierst deine potentiellen Kunden. Damit schaffst du Vertrauen und bindest sie stärker an dich.

Das ist aber noch lange nicht alles. Sieben weitere hochgradig überzeugende Gründe erkläre ich dir in meinem Blogartikel.

Auf Pinterest geht es darum die Nutzer zu inspirieren und zum Träumen anzuregen. Zeige ihnen, was sie erschaffen können, wer sie sein können und wie sie ihr Leben einfacher machen.

Pinner sind Planer (ein Satz, den du noch oft hören möchtest). Sie nutzen Pinterest, um alle großen und kleinen Ereignisse in ihrem Leben zu inszenieren. Du darfst sie dabei immer wieder begleiten.

So ziemlich alle, die dir gerade einfallen! Pinterest hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt und bietet nun für fast alle Themen (und damit auch Unternehmen) eine Plattform. Überlege also, ob deine Zielgruppe auf Pinterest aktiv sein könnte.

Dazu kannst du zum Beispiel Keywords zu deiner Branche in die Pinterest-Suche eingeben und schauen, ob dazu Vorschläge kommen. Wenn dem so ist, solltest du am besten sofort auf Pinterest starten.

Welche Plattform für dich am sinnvollsten ist, hängt von deinen Zielen ab. Pinterest oder Instagram sind nicht grundsätzlich besser oder schlechter. Stell dir das vor wie Eis und frische Erdbeeren. Beides für sich ist schon mega – und zusammen wird es richtig überragend.

So ergänzen sich Pinterest und Instagram auch. Auf Pinterest holst du dir den Traffic für deine Website und auf Instagram baust du dir eine Community auf.

Auf jeden Fall! Viel Website-Traffic und eine große Sichtbarkeit sind natürlich wundervoll, aber in der Regel zahlen sie uns nicht unsere Rechnungen. Du kannst Pinterest aber nutzen, um regelmäßiges Einkommen zu generieren. Dabei hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Promote deine Produkte und Dienstleistungen auf Pinterest: Erstelle Pins für die Produkte in deinem Onlineshop und inspiriere deine potentiellen Kunden. Es geht hier tatsächlich weniger um’s harte Verkaufen. Das machst du dann auf deiner Website.
  • Akquiriere als Expertin neue Kunden: Pinterest ist die perfekte Plattform, um dein Wissen zu teilen und dich als Expertin zu positionieren. Schreibe Blogartikel, die genau die Probleme deiner potentiellen Kunden lösen und erstelle dazu (SEO-optimierte) Pins. Mit einer Aufforderung sich für deinen Newsletter anzumelden, kannst du deine Besucher gleich an dich binden.
  • Nutze Pinterest für dein Affiliate Marketing: Natürlich kannst du auch für deine Affiliate-Produkte Pins erstellen und so die Reichweite (und damit auch den Umsatz) steigern.
  • Mache dich als Virtuelle Assistentin selbstständig: Du hast das Pinterest Game verstanden und hast richtig Lust Pins zu erstellen? Dann unterstütze andere Unternehmen als virtuelle Assistentin und nimm ihnen die Account-Betreuung ab.
  • Kooperiere mit Unternehmen: Mit einer hohen Reichweite werden die Unternehmen bei dir Schlange stehen, dass du mit ihnen zusammenarbeitest. Mit Pinterest kannst du dir diese Sichtbarkeit super aufbauen.

Nein, auf Pinterest siehst du nicht, wer auf deinem Profil war. In deinen Analytics siehst du allerdings, wer sich deine Pins auf welche Pinnwände gemerkt hat.

Wenn dein Profil öffentlich ist (du also einen Business Account hast), kann jeder Nutzer auf Pinterest deine Inhalte sehen. Mit einer Ausnahme: Geheime Pinnwände und alle Pins, die du darauf merkst, sind nur für dich sichtbar.

Bei einem privaten Konto sind – wie der Name schon vermuten lässt – alles geheim. Hier sieht niemand deine Pins und Pinnwände.

Ja, du kannst Bilder herunterladen. Klicke dafür einfach auf einen Pin und auf die drei Punkte neben dem Bild.

Bitte beachte aber, dass auch bei Bildern auf Pinterest das Urheberrecht greift. Nutze Fotos also nur, wenn du dafür auch die Nutzungsrechte hast. (Das ist keine Rechtsberatung, sondern nur ein Tipp aus der Praxis.)

Wenn du die Pinterest Website aufrufst, landest du erst einmal auf der Startseite bzw. im Home-Feed. Hier findest du auf dich und deine Interessen abgestimmten Pins.

Dein Profil mit allen Pinnwänden Pins findest du mit Klick auf dein Foto oben rechts.

Als erstes siehst du hier alle von dir erstellten Pins (mit besonderem Fokus auf Story Pins). Um zu deinen Pinnwänden zu kommen, klickst du über deinen Pins auf “Gemerkt”.

Rich Pins sind Pins, die mit zusätzlichen Informationen direkt von deiner Website ergänzt werden. Damit das funktioniert, musst du Rich Pins aktivieren. Es gibt drei verschiedene Arten: Artikel Rich Pin, Rezepte Rich Pin und Produkt Rich Pin. Eine genaue Anleitung hierzu findest du in meinem Blogartikel zu Rich Pins.

Wie oft du auf Pinterest pinnen solltest, hängt von vielen Faktoren ab (z.B. deiner Strategie, deiner Branche, etc.). Du solltest dir deshalb lieber die Frage stellen: Wie oft kann ich langfristig pinnen? Wie viel Zeit und Content habe ich? Will ich fremde Pins teilen? All das hat einen Einfluss auf die “perfekte Anzahl an Pins” (die natürlich eine Illusion bzw. sehr individuell ist).

Damit du einen Startpunkt hast, kannst du z.B. mit 5 Pins / Tag starten (das empfehle ich auch meine KundInnen) und dann testen, was am besten funktioniert.

25-30 Pins / Tag, was lange als Optimum galt, müssen es aber definitiv nicht mehr sein.

Zuerst einmal: Du musst gar nichts. Fremde Pins sind absolut kein Must-Have, sondern eher ein nettes Extra – und je nach Strategie bringt es dir viel mehr nur eigene Pins zu erstellen. Fokussiere dich also immer auf deinen eigenen Content. Fremde Pins können dazu dann eine super Ergänzung sein.

Auf Pinterest ist es tatsächlich nicht so entscheidend zu welcher Uhrzeit du pinnst. Es ist eben kein Social Media Kanal, sondern eine Suchmaschine. Deinen Nutzern werden deshalb die Pins angezeigt, die am besten und relevantesten erscheinen.

Konzentriere dich deshalb lieber auf SEO als darauf den perfekten Pin-Zeitpunkt zu finden. Ich empfehle dir trotzdem Pin-Zeitpunkte zu nehmen, zu denen deine Zielgruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit online ist.

Um nach Pinnwänden zu suchen, gehst du in die Suchleiste und gibst dein Keyword ein. Nach du Enter geklickt hast, kannst du oben neben der Suchleiste von Pins auf Pinnwände umstellen.

Wenn du bestimmte Nutzern finden möchtest, gibst du einfach den Namen (oder das Keyword) in die Suchleiste ein. Es öffnet sich ein Feld mit Keyword-Vorschlägen und ganz unten auch Accounts. Dort findest du auch einen Link zu weiteren Konten mit dem Suchbegriff.

Alternativ kannst du auch auch deinen Suchbegriff eingeben, Enter klicken und dann oben neben der Suchleiste von Pins auf Nutzer umstellen.

Meine klare Antwort: Jein.

Ja, weil Follower grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass deine Pins von deiner Zielgruppe gesehen werden. Warum? Weil deine Pins deinen Followern eher auf der Startseite (dem sogenannten Home Feed oder Smart Feed) angezeigt werden.

Außerdem sind Follower natürlich (wie auch auf anderen Plattformen) Social Proof und geben deinem Account mehr Glaubwürdigkeit. Die Annahme: Ein Account, der viele Follower hat, muss ja gut sein.

Nein, weil Follower nicht automatisch deine Reichweite erhöhen. Ein Account mit 500 Followern kann genauso viele Pinner erreichen wie ein Account mit 5.000 Followern. Das liegt daran, dass ein Großteil deiner Reichweite aus den Suchergebnissen kommt – und da entscheidet eben nicht die Followerzahl, sondern wie gut dein Pinterest SEO funktioniert.

Die Gleichung “mehr Follower = mehr Reichweite = mehr Traffic” kannst du also direkt aus deinem Kopf streichen.

Du brauchst also den Follower-Aufbau also nicht auf Prio 1 in deinem Pinterest Marketing setzen. Wenn du guten Content pinnst, der genau zu deiner Zielgruppe passt, wächst dein Account in der Regel von selbst.

Sowohl etsy als auch Instagram kannst du auf Pinterest verifizieren. Damit erhöhst du ganz automatisch die Reichweite der Pins, die auf diese Seiten verlinken (weil du Pinterest zeigst, dass die Links vertrauenswürdig sind). Um die Kanäle zu verifizieren, gehst du in die Pinterest Einstellungen und auf “Verifizieren”.

Jein. Wenn du Pinterest professionell und effizient nutzen möchtest, führt kein Weg an Tailwind vorbei. Du kannst aber auch erst einmal ohne Tailwind starten und schauen wie sich dein Account entwickelt.

Meine Empfehlung ist ganz klar Tailwind von Anfang an zu nutzen.

Mit Tailwind kannst du all deine eigenen (& fremden) Pins vorplanen und sparst so viel Zeit gegenüber dem händischen Pinnen. Außerdem verlierst du so nicht den Überblick, welchen Pin du schon auf welche Pinnwand geteilt hast.

Fazit

Herzlichen Glückwunsch! Du weißt jetzt wie Pinterest funktioniert und kennst du wichtigsten Schritte, um mit deinem Pinterest Marketing zu starten. Fehlt nur noch eins: Deine Umsetzung.

Fange also gleich an und lege dir deinen Business Account an.

Wenn du die ersten Schritte gemeistert hast, heißt es abwarten, Tee trinken und weiterpinnen. Für Pinterest braucht es etwas Geduld und du brauchst keine Panik kriegen, wenn du nach fünfeinhalb Monaten immer noch nicht durch die Decke gegangen bist. Bleib dran und hör nicht auf zu optimieren und an deiner Reichweite zu arbeiten. Dann wird der Erfolg kommen.