Warum du Solopreneur werden solltest

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Was ist ein Solopreneur und warum du einer werden solltest

Folgen wir der wörtlichen Übersetzung aus dem Englischen, so ist ein Solopreneur schlicht ein Unternehmer, der sein Geschäft alleine aufbaut und führt. Doch nicht jeder Solo-Unternehmer zählt automatisch zu den Solopreneuren. Das werde ich dir hier im Artikel gleich noch erläutern.

Zunächst sprechen wir aber über Wachstum, denn…

ein skalierbares Business schafft Wachstum

Viele der “klassischen” Selbständigen verkaufen im Prinzip Dienstleistungen. Auf eine Formel verkürzt lautet das Geschäftsmodell “Zeit gegen Geld”.

Demgegenüber zielen Solopreneure auf smarte Produkte ab, um ein skalierbares Business zu etablieren und das Einkommen vom Arbeitspensum zu entkoppeln. Skalierbarkeit steht in diesem Zuammenhang für die Fähigkeit, das beabsichtigte Wachstum zu unterstützen.

Ist deine eigene Arbeitszeit der überwiegende oder gar ausschließlich eingesetzte Produktionsfaktor, sind den Wachstumschancen deiner Unternehmung starre Grenzen gesetzt.

Auch du hast pro Tag nur 24 Stunden zur Verfügung und auch du musst einige Stunden pro Tag schlafen. Und du brauchst andere Aktivitäten um ein Gleichgewicht zum Business zu halten… um arbeitsfähig zu bleiben und das nach Möglichkeit mit einer großen Portion Leichtigkeit. Also selbst wenn du deine Honorare bzw. Preise stark anhebst… eine deutliche Wachstumzunahme deines Geschäftes ist unrealistisch. 

Solopreneure verzichten auf Mitarbeiter, Strukturen und auch auf Fremdkapital. Okay… vielleicht leihst du dir was bei deiner Oma oder deinen Eltern 😉 aber du behältst die alleinige Verantwortung für dein Solopreneurship. Und damit hast du unbegrenzten Gestaltungsspielraum und bist niemandem gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet.

Das ist das, was ich an meinem Solopreneurship so liebe. Ich entscheide…

  • wann ich arbeite,
  • wo ich arbeite,
  • wie ich arbeite,
  • mit wem ich arbeite und
  • was ich arbeite.

Loving to be a Solopreneur

Es ist gerade Sonntag nachmittag. Ich war heute bereits im Siebengebirge wandern. Jetzt scheint die Sonne in mein Home Office und ich arbeite am Text für diesen Artikel. Nicht weil ich muss, sondern weil ich möchte.

Morgen früh, wenn alle zur Arbeit fahren, gehe ich zuerst ins Fitness-Studio um mich danach einer neuen Idee zu widmen, die mir heute beim Wandern spontan eingefallen ist und die sich einfach und leicht in einen bestehenden Prozess integrieren lässt.

Ich möchte dir zeigen, dass es sich lohnt, über den Unternehmertyp “Solopreneur” einmal nachzudenken, wenn du noch keiner bist.

Wie der Solopreneur nach Deutschland kam

solopreneurwerden

In Deutschland war der Begriff “Solopreneur” lange unbekannt, obwohl diese Art des Unternehmertums von vielen Menschen bereits praktiziert wurde.

Das Unternehmerehepaar Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg hatte sich bereits seit längerer Zeit mit dieser Thematik beschäftigt und den “Solopreneur” durch ihr Buch “Solopreneur – Alleine schneller am Ziel” im Jahr 2015 bekannt gemacht.

Wenn du heute ein Business gründen willst, hast du eine Menge Hürden vor dir. Angefangen beim Businesssplan, der 1A sitzen muss, um Geldgeber zu finden. Du brauchst Equipment, Personal und Räumlichkeiten. Von den ganzen bürokratischen Herausforderungen jetzt mal ganz zu schweigen.

Sich dem zu entziehen… alleine etwas auf die Beine zu stellen… ein Solopreneurship zu gründen… das ist speziell für viele Frauen gerade mit Familie die Lösung. Wenig Risiko, eigenes Tempo, viel Fun 🙂

PIN MICH 🙂

Das Internet macht es möglich, dass du dir zu einem Teil ein passives Einkommen aufbaust. Wie groß dieser Teil bei dir selbst sein wird, hängt davon ab, wie du dein Solopreneurship aufbaust. Und das will geplant sein.

Was ist ein passives Einkommen?

Heutzutage gibt es hunderte Möglichkeiten ein Online Business aufzubauen. Vor kurzem sprach ich mit jemandem, der in ETF´s… also in Aktien investiert, alles Online abwickelt und mir deshalb erklärt hat… er habe ein Online Business. Legitim 🙂

Aber wie in jeder Branche, gibt es auch im Online Business schwarze Schafe. Und die kommen daher mit Sprüchen wie: “über Nacht /im Schlaf Geld verdienen, passives Einkommen erzielen ohne hart dafür zu arbeiten, 5-stellig verdienen während ich am Strand liege” usw.

Die Wahrheit ist… harte und intensive Arbeit gehört dazu, um sich ein passives Einkommen als Basis aufzubauen. Wenn du dies aber erfolgreich getan hast, fängt es an leicht zu werden. Du hast dein Solopreneurship angeschoben und es rollt und nimmt Fahrt auf, auch wenn du zeitlich nicht mehr so viel investieren kannst.

Als Solopreneur arbeitest du mit digitalten Produkten und idealerweise dazu passend mit Affiliate-Marketing. Dadurch baust du nicht nur eine (finanzielle) Basis auf… du baust zudem durch deine Expertise und dein Know-how auch Vertrauen bei deinen Kunden auf. Und über diesen Weg finden die Kunden bei dir in deine 1:1-Coaching/Beratungen oder in deine Gruppenprogramme.

Gedankliche Freiheit

Ich bezeichne diese Basisarbeit… den Aufbau eines passiven Einkommens gerne als “gedankliche Freiheit“. Wenn du keine Kaltakquise mehr machen musst, wenn du keine potenziellen Kunden bei einem Erstgespräch von deiner Dienstleistung überzeugen musst, wenn du keinen nächsten großen Kunden ranschaffen musst um deine Miete zu bezahlen… dann ist der “Druck des Müssens” raus und dann passiert was?

Genau… es läuft. Du hast Ideen, neue Pläne… die du umsetzen willst. Vielleicht wagst du dich an etwas total Verrücktes, du hast Spaß, du setzt um… du lebst dein Potenzial.

Das ist das, was am Solopreneurship so reizvoll ist. Aber natürlich gibt es noch weitere Vorteile:

Deine Vorteile als Solopreneur mit einem Online Business

Es gibt für dich als Solopreneur im Gegensatz zu anderen Unternehmenstypen 4 klare Vorteile:

  • Bei digitalen Produkten fallen Stückkosten kaum ins Gewicht. Ist die Idee einmal umgesetzt, kann sie unendlich oft produziert und verkauft werden. Ein bereits produziertes digitales Produkt… gerade zu zeit- und trendlosen Themen, kann nach Belieben ausgespielt werden. Ein “normaler” Trainer muss zu jedem seiner Kurse einzeln anreisen und immer wieder aufs Neue Zeit investieren.
  • Das Internet bietet besonders geeignete Marketing-Kanäle. Gerade soziale Netzwerke erleichtern es, dich selbst as Marke zu profilieren und dich mit potentiellen Partnern zu vernetzen.
  • Die mit einem Online Business verbundenen Fixkosten sind im Vergleich zu anderen Businessformen sehr gering. Du brauchst ein Notebook oder einen Rechner, schnelles Internet, Webspace und eine Domain. Dann einen Email-Marketing-Anbieter, einen Anbieter um deine digitalen Produkte auszuspielen und evtl. einen Einstiegskurs, wie du die Sache strategisch angehst. Alles in allem ein deutlicher Kostenvorteil im Vergleich zu anderen Gründern. Und auch wenn du einen Online Business Coach brauchst um um schneller und gezielter vorwärts zu kommen (ich arbeite immer wieder mit unterschiedlichen Coaches)… selbst dann sind deine Kosten weit unter denen einer “normalen” Gründung.
  • Zusätzlich ist ein Online Business ortsunabhängig, eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung vorausgesetzt. Entsprechend deinen Lebensumständen kann das Geschäft vom Homeoffice aus ebenso betrieben werden, wie auch aus einem Coworking-Space heraus oder mobil, als digitaler Nomade.

Wie arbeitet ein Solopreneur?

Anders als Freiberufler oder gewerblich agierende Solo-Unternehmer, wirst du als Solopreneure selten direkt für deine Arbeitsleistung vergütet. Gerade zu Beginn ist meist einiges an Engagement für die Planung undErstellung der Produkte erforderlich. Du kannst es mit der Arbeitsweise eines Schriftstellers vergleichen. Er schreibt zunächst ein Buch, um später an jedem einzelnen Exemplar (mit) zu verdienen. Im Vergleich zu einem Freelancer tritt bei dir Produktmarketing an Stelle der Auftragsakquise.

Am Anfang deines Solopreneurships wirst du sicher viele Arbeiten selbst erledigen wollen. Jedoch macht es Sinn, direkt hier schon zu überlegen, was du outsourcen kannst. Auch als Solopreneur hast du einige “unleibsame Dinge” zu tun. Andere Dinge machen dir vielleicht Spaß, aber kompetent bist du darin nicht wirklich oder du brauchst einfach viel zu lange für die Umsetzung.

Weiterhin zählt prozessorientiertes Vorgehen zu denMerkmalen eines Solopreneurships. Es gilt zu überdenken, wie sich Prozesse so gestalten lassen, dass sie passives Einkommen generieren.

Geld soll schließlich fließen, unabhängig davon womit du dich als Solopreneur gerade beschäftigst.

Du bist noch in einem Angestelltenverhältnis?

Dann überstürze bitte nichts. Auch wenn du in deinem 9-to-5-Job derzeit gefrustet bist. Immer wohlüberlegt und geplant handeln.

Der Übergang von einer klassischen Selbständigkeit oder einer Angestelltentätigkeit zu einem Solopreneur-Dasein lässt sich fließend gestalten. Warum nicht ein oder mehrere smarte Konzepte berufsbegleitend testen? Auch als Angestellter ist ein Nebenverdienst oft realisierbar.

Klingt gut? You can do it!

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